{"id":2284,"date":"2011-09-16T21:28:14","date_gmt":"2011-09-16T19:28:14","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.babsib.at\/?p=2284"},"modified":"2011-09-17T09:38:27","modified_gmt":"2011-09-17T07:38:27","slug":"das-haus-der-seele","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.babsib.at\/index.php\/2011\/09\/16\/das-haus-der-seele\/","title":{"rendered":"Das Haus der Seele"},"content":{"rendered":"<p>\u201eGeh du voran\u201c, sagte die Seele zum K\u00f6rper, \u201edenn auf mich h\u00f6rt er ja nicht\u201c \u2013<\/p>\n<p>\u201eIn Ordnung\u201c, sagte der K\u00f6rper, \u201eich werde krank werden, dann hat er Zeit f\u00fcr dich.\u201c<br \/>\n(Goethe aus \u201eFaust\u201c)<\/p>\n<p>Wieder ein Zitat aus einem der sehr lehrreichen Vortr\u00e4ge meiner Rehazeit, dieses mal zum Thema \u201eStressbew\u00e4ltigung\u201c.<br \/>\nZum Thema K\u00f6rper und Seele habe ich schon einiges gepostet, zb <a href=\"http:\/\/blog.babsib.at\/index.php\/2010\/04\/22\/korperbewust\/\" target=\"_blank\">HIER<\/a>. \u00a0Ich habe gelernt, auf die Signale meines K\u00f6rpers zu achten und ihn gut zu behandeln, ebenso den Geist.<br \/>\nDoch es dauerte lange, bis ich begriff,\u00a0 wie wichtig mein K\u00f6rper f\u00fcr mich ist und auch, wie wichtig\u00a0 ICH f\u00fcr ihn bin. Es ist \u201eein Haus f\u00fcr die Seele\u201c, in dem ich mich wohl f\u00fchlen m\u00f6chte. Dies erfordert Achtsamkeit und\u00a0 auch Aufmerksamkeit f\u00fcr das, was in und um mich herum passiert. Ich habe dem lange wenig Beachtung geschenkt, bis mein K\u00f6rper eindeutig signalisierte, dass es so nicht gut ist f\u00fcr mich.<br \/>\nDamals war ich noch sehr \u00e4ngstlich und habe viel auf das gegeben, was andere gesagt haben. Ich f\u00fchlte mich nur dann etwas wert, wenn andere mir dies zeigten und erlaubten. Ich selber hielt mich nicht berechtigt,\u00a0 mir diesen Wert zu geben.. So konzentrierte ich mich damals\u00a0 auf meinen ehemaligen guten Freund, der mir diesen Wert gab, meine damalige Nahrung f\u00fcr die Seele. Doch dann begann der Teufelskreis, die Bedingungen, die er stellte, dass ich diesen Wert behielt, wurden immer schwieriger zu erf\u00fcllen. Ich zog die Notbremse und brach aus, mein K\u00f6rper brach zusammen unter der Last von Angst und Trauer, die in meiner Seele waren. Lange war ich nicht in der Lage, die Signale von K\u00f6rper und Seele zu deuten. Ich f\u00fchlte mich, als ob etwas inm mir ist, was nicht zu mir geh\u00f6rt, konnte kaum essen oder das Haus verlassen. Auch eine Therapie hat nichts geholfen. Ich blieb allein und gab mir auch die Schuld an dem, was passiert war. Ganz langsam hab ich dann gesehen, was mein K\u00f6rper wirklich brauchte: LIEBE. Aber woher LIEBE nehmen, wenn man selbst keine davon f\u00fcr sich hat?<br \/>\nLangsam kehrte ich ins Leben zur\u00fcck, war viel im Freien und bemerkte, dass in der Natur meine Unruhe weniger wurde. Die Ruhe und Stille drangen beinahe heilsam in mich. Ich frischte langsam wieder meine Kontakte auf, lernte neue Menschen kennen und achtete darauf, wie es mir geht.<br \/>\nEs war ein langer langer Weg, der auch heute noch weitergeht. Denn obwohl ich schon viel gelernt habe, auch jetzt neige ich noch immer dazu, mich zu entwerten und damit auch anderen keine Chance lasse. Wenn mein K\u00f6rper mal nicht so kann, wie ich will, wenn ich merke, andere k\u00f6nnen einfach mehr, dann erinnere ich mich an diese Zeit von fr\u00fcher\u2026.und wie ich den Weg zu mir langsam folge\u2026bis jetzt.<br \/>\nHeute, 10 Jahre sp\u00e4ter, sehe ich den Weg von damals bis jetzt, sehe, wie ich weiter gewachsen bin, und habe auch den Mut f\u00fcr mich gefunden, mir den WERt zu geben, den jeder von uns verdient. Mein K\u00f6rper ist wie mein guter Freund,\u00a0 ein Teil von mir, der es verdient hat, gesch\u00e4tzt zu werden, genauso, wie er ist. Er tut so viel f\u00fcr uns.<br \/>\nHeute habe ich Menschen um mich herum, die mich unterst\u00fctzen und erinnern,.<br \/>\nHeute bin ich wieder ein St\u00fcckchen weiter angekommen..und habe auch ein St\u00fcck mehr Liebe gefunden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.babsib.at\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/abendhimmel.jpg\" rel=\"lightbox\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2287\" title=\"abendhimmel\" src=\"http:\/\/blog.babsib.at\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/abendhimmel-300x173.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"173\" srcset=\"http:\/\/blog.babsib.at\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/abendhimmel-300x173.jpg 300w, http:\/\/blog.babsib.at\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/abendhimmel.jpg 919w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eGeh du voran\u201c, sagte die Seele zum K\u00f6rper, \u201edenn auf mich h\u00f6rt er ja nicht\u201c \u2013 \u201eIn Ordnung\u201c, sagte der K\u00f6rper, \u201eich werde krank werden, dann hat er Zeit f\u00fcr dich.\u201c (Goethe aus \u201eFaust\u201c) Wieder ein Zitat aus einem der sehr lehrreichen Vortr\u00e4ge meiner Rehazeit, dieses mal zum Thema \u201eStressbew\u00e4ltigung\u201c. 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