{"id":2487,"date":"2014-12-31T15:00:01","date_gmt":"2014-12-31T15:00:01","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.babsib.at\/?p=2487"},"modified":"2014-12-31T15:09:35","modified_gmt":"2014-12-31T15:09:35","slug":"auf-den-spuren-von-2014","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.babsib.at\/index.php\/2014\/12\/31\/auf-den-spuren-von-2014\/","title":{"rendered":"Auf den Spuren von 2014"},"content":{"rendered":"<p>Ein ganzes Jahr ist vergangen und mehr, seitdem ich das letzte Mal hier geschrieben habe. Dies erschrickt und macht nachdenklich zugleich. Wo ist sie geblieben, die Lust am Schreiben und Teilen meiner Gedanken. Vielleicht war\/ist es Angst, am Erwartungsdruck von mir zu scheitern. Vielleicht die Tatsache, dass es oft nicht so leicht ist, zu dem zu stehen, was man sich vornimmt. Oder beides? Oft genug haben sich dieses Jahr Gedanken festgesetzt, die gerne aufgeschrieben werden wollten\u2026Gedanken, die ich (noch)nicht weiterverfolgen wollte, denn anderes erschien mir wichtiger in diesem doch sehr turbulenten Jahr 2014 in dem viele neue Herausforderungen auf mich gewartet haben&#8230;und es noch tun! Einige H\u00fcrden habe ich erfolgreich genommen und viele Momente der Freude habe ich gesammelt. Das ist es, was dieses Jahr besonders gemacht hat.<br \/>\nHier eine kleine Zusammenfassung meiner wichtigsten Themen und Erlebnisse 2014<br \/>\nEhrenamt: Auch, wenn ehrenamtlich arbeiten gratis ist, ist es nicht umsonst. Neben Zeit flie\u00dft sehr viel Energie in diese Arbeit und oft ist es einfach so, dass in der Praxis Dinge nicht so geschehen, wie es in der (oft sehr idealistischen) Theorie vermittelt wird. Diese schwierige Erfahrung hab auch ich gelernt. Alleine auf mich gestellt habe ich versucht, meine Aufgabe in einer Einrichtung zu finden. Fragen stellen, um Hilfe bitten ist weniger erw\u00fcnscht, als einfach sichtbar f\u00fcr Klienten aber unsichtbar f\u00fcr das Personal da zu sein. Eine schmerzliche aber auch eine spannende Erfahrung. Denn pl\u00f6tzlich hatte ich die M\u00f6glichkeit, \u201efrei\u201c zu entscheiden, ohne Vorgaben und Regeln. Ein Zustand, der mir noch immer manchmal Angst macht, wo ich es doch gewohnt bin, in irgendeiner Form \u201egef\u00fchrt\u201c zu werden und Reaktionen auf mein Tun oder nicht Tun zu bekommen. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, mehr Vertrauen in mich zu haben?<br \/>\nIm Verein Jung und Alt scheint es nun genau das zu geben, was ich suchte und auch brauche: eine gezielte Vorbereitung auf das, was meine Aufgabe sein wird. Eine Vorbereitung auf das, was es braucht, um f\u00fcr Klient UND Mitarbeiter eine gute Vertrauensbasis zu schaffen. Ich bin gespannt auf das, was die Zukunft in diesem Verein bringen wird.<br \/>\nDer Sprung \u00fcber meinen (Angst)Schatten: Jahre hatte ich es vor mir hergeschoben, den Gang zum Zahnarzt. Nicht, dass ich dieses Jahr so schlimme Schmerzen gehabt h\u00e4tte, um es nun doch zu wagen. Nein, es war dieser dunkle Schatten, der sich wie ein schweres Tuch \u00fcber meine Gedanken legte und mir das Atmen erschwerte. Jeder Gedanke an das, was mir bevorstehen k\u00f6nnte, verursachte Panik und Tr\u00e4nen. Gerade deswegen war nun genau jetzt DER Moment gekommen f\u00fcr diesen Sprung ins Ungewisse. Dank der tollen D\u00e4mmerschlafmethode konnte ich die doch l\u00e4ngere Behandlung \u00fcberstehen \u2013 selig d\u00e4mmerte ich vor mich hin in diesem Zahnarztstuhl\u2026.die Angst war da\u2026.aber unbewu\u00dft und nicht greifbar. Ich war und bin sehr froh, es endlich geschafft zu haben\u2026.auch wenn die Zeit danach nicht leicht war, da mir die Folgen der Behandlung noch zusetzten. ABER ES IST GESCHAFFT. Mit neuem Biss geht es nun ins neue Jahr! \uf04a<br \/>\nIn Gesundheit und Krankheit f\u00fcreinander da sein: Jeder kennt es: die sonnigen aber auch die wolkenverhangenen Tage in einer Partnerschaft. Wenn das Vertrauen, die Wertsch\u00e4tzung, die Liebe und auch die Akzeptanz f\u00fcr den anderen in seinem Sein vorhanden ist, lassen sich auch in den wolkenverhangenen Zeiten etwas Licht zaubern. Manchmal bleiben Spuren zur\u00fcck aus Zweifeln und Angst, Wut, Zerissenheit und Unsicherheit, die dann auch wieder von Mut, Dankbarkeit und Gl\u00fcck gemischt das Leben pr\u00e4gen\u2026in all seinen Facetten! Alles darf sein. Auch wenn dieses teilweise zur\u00fcckziehen bedrohlich wirkt, so bietet es auch die Chance, auf neue Blickwinkel. Ich sp\u00fcre den Spiegel, der mir vorgehalten wird, manches mal sanft und dann wieder bestimmt. Auch wenn es nicht immer leicht ist, den Weg, der manchmal von Schmerz und Trauer gepr\u00e4gt ist zu gehen. Die vielen Sonnentage voller Kraft und Freude wiegen so viel, dass ich diesen Weg mit Dankbarkeit weitergehen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Reha 2014: Nat\u00fcrlich auch dieses Jahr. Wieder \u201emeine\u201c 6 Wochen in Bad Pirawarth, wo ich viele neue und alte Bekanntschaften geschlossen habe. In dieser Zeit konzentrierte ich mich mehr auf meinen Geist \u2013 nur um dann festzustellen, dass ich nicht mal halb so bl\u00f6de bin, wie ich vermutet habe\u2026neurologische Tests sei Dank! Und ich habe gelernt, dass die Rolle des Spielverderbers (oder in meinem Fall die des Saufverderbers) auch viel Spass bringen kann\u2026.. Inmitten einer trinkfreudigen Gruppe, die sich anscheinend mehr am\u00fcsiert haben, als ich.<br \/>\nNur der vertraute Kater am n\u00e4chsten Morgen\u2026der ging mir ab! \uf04a<br \/>\nEs war wieder eine lehrreiche Zeit und trotz sp\u00fcrbarer Therapieeinsparungen eine gute und wichtige Zeit f\u00fcr mich. Auch das Malen mit Acryl hat mich wieder sehr fasziniert. Hierzu plane ich auch im neuen Jahr, einen Malkurs zu besuchen \uf04a<br \/>\nIn Bewegung bleiben:Wie oft hab ich nicht schon gepredigt, wie wichtig es ist, sich zu bewegen\u2026\u2026etwas mehr, als nur vom Sofa Richtung WC. Wie sehr mein K\u00f6rper es mir dankt, habe ich dieses Jahr wieder gemerkt. Auch, wenn es \u201egraschplt\u201c und knackst, mein K\u00f6rper f\u00fchrt die Bewegungen leichter aus. Meine Schmerzen werden nie verschwindsen aber sie sind weniger geworden durch das Tanzen und das viele Turnen. Dies hilft mir auch als ungeschickter Tollpatsch einige Male durch das Leben zu schweben \uf04a Ich freue mich immer wieder, dass sich auch f\u00fcr \u201eUnsportliche\u201c M\u00f6glichkiten finden, doch weiter, als bis zur Toilette zu kommen.<\/p>\n<p>W\u00fcnsche und Ziele f\u00fcr 2015: Was w\u00e4re ein Jahresr\u00fcckblick ohne Ausblick? Aber ich bin nicht wirklich der Typ f\u00fcr Neujahrsvors\u00e4tze. Denn jeden Tag, jede Stunde kann sich das Leben \u00e4ndern und wieder sind die Ziele in einem anderen Licht. 2014 wollte ich endlich mein Buch schreiben. Einen kleinen Teil habe ich angefangen\u2026.bin aber nicht weit gekommen. Der Berg schien mir zu hoch und andere Sachen wichtiger: \u201eIch kann mich doch jetzt nicht aufs Buchschreiben konzentrieren, wo andere Sachen mehr Aufmerksamkeit ben\u00f6tigen!\u201c Das ist ein Satz, der meine Angst vor diesem Berg noch verst\u00e4rkten. Der Weg liegt vor mir\u2026doch anscheinend war die Zeit noch nicht da f\u00fcr mich..oder der Wunsch noch nicht ausgepr\u00e4gt genug, oder meine Feigheit noch zu stark.  Vielleicht gelingt es mir 2015, den n\u00f6tigen Schwung zu finden.<br \/>\nIn der heutigen Zeit bin ich umgeben von Hektik und Schnelligkeit. Ich habe gemerkt, dass dies auch an mir nicht spurlos vor\u00fcbergegangen ist und trotz vieler Situationen, in denen ich mit Ruhe und Gelassenheit einiges gewonnen habe, m\u00f6chte ich mich noch verst\u00e4rkter darauf konzentrieren, mehr Energie in diese Ruhe flie\u00dfen zu lassen und zu vertrauen, dass sich L\u00f6sungen finden werden.<br \/>\nNicht zuletzt m\u00f6chte ich wieder mehr schreiben und malen\u2026alles, was mich mehr und mehr in dieses Vertrauen bringt und mich st\u00e4rkt.<br \/>\nIch w\u00fcnsche allen ein wunderbares 2015!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.babsib.at\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/babs2015.jpg\"><\/a><a href=\"http:\/\/blog.babsib.at\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/babs20151.jpg\" rel=\"lightbox\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" title=\"babs2015\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2491\" src=\"http:\/\/blog.babsib.at\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/babs20151-300x184.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"184\" srcset=\"http:\/\/blog.babsib.at\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/babs20151-300x184.jpg 300w, http:\/\/blog.babsib.at\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/babs20151.jpg 819w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein ganzes Jahr ist vergangen und mehr, seitdem ich das letzte Mal hier geschrieben habe. 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