Archiv für die Kategorie „Erfahrungen“

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Über Freundschaft gibt es schon so einige Definitionen über Freundschaft, nicht nur in den einzelnen Weisheiten die wir so lesen und hören, auch jeder für sich definiert sie anders, auch wenn sie sich in vielen Punkten ähnelt.

Freundschaft  hat verschiedene Gesichter und drückt sich unterschiedlich aus.

Was ich sehr schade finde ist, dass für viele Freundschaft nur dann  funktioniert, wenn keine Fehler passieren (unbeabsichtigt). In jeder  noch so guten Beziehung passieren Mißverständnisse, Verletzungen und Kränkungen und auch mal Streit und dann geht man plötzlich auseinander, ohne ein Wort der Klärung, ohne einen Versuch sich auf die Sicht des anderen einzulassen.  Die Türe geht zu  aus Stolz und Angst.

Eine Freundschaft besteht aus unterschiedlichsten Menschen die ihre  Einzigartigkeit in ihrer Beziehung auch ausleben dürfen. Das heißt für mich nun, dass jeder seine Persönlichkeit in seine Meinungen  mit einwirken läßt. Grade  das  kann sehr bereichernd sein, wenn von beiden eine Toleranz und Akzeptieren gezeigt wird.

„Ein Freund spielt dir due Melodie deines Herzens vor, wenn du sie nicht mehr weißt“
Diesen Satz liebe ich denn er sagt für mich aus, dass es kein Verbiegen und Verdrehen gibt in einer Freundschaft sondern dass man sich gegenseitig hilft, auf dem eigenen Weg zu bleiben. Es können unterschiedliche Richtungen sein, die wir gehen, und doch werden wir begleitet, selbst wenn wir alleine gehen..um sich an einer gemeinsamen Weggabelung zu treffen und wieder ein stückchen gemeinsam zu gehen. Es ist diese mentale Verbindung, die mir wichtig ist und da ist, auch wenn wir uns nicht oft sehen können oder hören. Ein Geben und Nehmen , ganz selbstverständlich, jeder das was er kann.

Ich habe einige Freunde bei denen ich spüre, dass sie mich genauso wertschätzen, wie ich bin oder vielleicht gerade deswegen weil ich so bin?  
Etwas zu verlangen passt nicht richtig in eine Freundschaft. Sie beruht auf Gegenseitigkeit , jeder bringt das ein, was er kann und was er zu geben bereit ist.  Vielleicht ist eine Bedingung, dass sich jemand zu  unserer Freundschaft bekennt. Das schließt nicht aus, verschiedene Ansichten zu haben.
Ich bin dankbar über die, die mich begleiten auf kurzen oder längeren Strecken und wir uns freundschaftlich die Hand reichen können und voneinander lernen.
Ich habe mir erst in den letzten Jahren einige intensivere Kontakte aufgebaut, es waren einige schmerzhafte dabei, die aber auch sehr lehrreich waren und mir viel gezeigt haben. Auch die Menschen mit denen ich mich umgebe sind ein Spiegel der mir zeigt, wie ich mit mir selbst umgehe. 
Ich versuche meine Freunde zu verstehen, auch wenn ich es vielleicht anders machen würde. Doch keiner kann in einen anderen hineinschauen und seine Situation beurteilen. Deswegen schaue ich mehrmals hin, bevor ich zu einer Meinung  komme.

Achja noch etwas: heute stehen uns so viele tolle TEchniken der Kommunikation zur Verfügung wie Internet, Email, Skype usw und durch dieses Medium durfte ich schon viel(e) besondere Freu(n)de finden und kennenlernen. Nur durch Worte und Zeilen die oft tiefer gehen können als so manches persönliches Gespräch…geschriebene Worte haben auch ihre eigene Macht 🙂

So, das war nun so kurz als möglich. Über dieses Thema könnte jeder wohl Bücher schreiben.
Ich danke allen die einfach DA sind und die ich gern als FREUND bezeichne.

bluete

 

 

 

 

 

 

Die liebe Gaba hat wieder eine Blogparade gestartet. Es geht um Weisheiten, Worte, Gedanken usw die uns begleiten, die uns wichtig sind.
Tja ihr Lieben, ich bin ein leidenschaftlicher Sammler von schönen Zitaten und Gedanken, die wso richtig in die Tiefe gehen. Neben mir hängt ein Bord mit Sätzen wie“Ich bin gut, wie ich bin“ oder „Heute schon gelacht?“ Alles schöne Sätze die mich immer erinnern und begleiten. Auch das schöne Gedicht von Chaplin „Als ich mich selbst zu lieben begann“ ist immer im Blickwinkel. Nun alles aufzuzählen, was ich mir zu Herzen nehme, das würde hier den Rahmen sprengen, so hab ich mich nun für eine kleine Auswahl entschieden.
„Wer mich verletzt, bestimme ich selbst“
Auch wenn ich diesen Satz noch nicht so umsetzen kann, so begleitet er mich schon einige Zeit.  Unsicherheit und Zweifel lassen ab und an noch viel durch zu mir. Mittlerweile habe ich das Wörtchen STOP schon gelernt, wenn etwas oder jemand über meine Grenzen hinausgeht. Ich  entscheide selbst, was oder wer an mich herankommt. Die Macht , was ich mit diesen Dingen anfange,  liegt bei mir.
„Ich darf Fehler machen, denn sie fördern meine Entwicklung“
Das Wort „Fehler“ habe ich in meinem Wortschatz fast vollständig durch das Wort HERAUSFORDERUNG ersetzt.  Alles, was ich mache (auf meinen Entscheidungen beruhend) bringt mich in irgendeiner Richtung weiter. Es gibt kein Richig oder Falsch, denn jede Entscheidung bringt auch ein Ergebnis.

„Wir können nur das wirken, was wir in uns selbst verwirklicht haben“
Freude ausstrahlen und Freude erwecken.
Ein Lächeln schenken  mit einem Lächeln in deinem Herzen.
Was ich in mir trage, das strahle ich aus, ob es Gedanken sind, Gefühle, Einstellungen,…..alles andere wirkt unecht und nicht, als ob es zu mir gehört. (inkongruent) das gilt auch für das, was wir uns selbst bereit sind zu geben.

„Es gibt viele Menschen, die das Gleiche tun,  doch keiner hat MEINE Energie“
Dies hat mir mal die liebe Andrea  geschrieben und dieser Satz begleitet mich bis heute. Ich lege in mein  Tun all mein Selbst hinein,  ich mache es auf meine Weise. Jeder trägt seine eigene Energiehülle mit einem einzigartigen Licht das nur darauf wartet, nach außen zu strahlen.
„Behandle andere so, wie du selbst auch gern behandelt werden möchtest“
oder auch : „Wenn andere dich respektieren sollen, respektiere auch die anderen“
Kommunikation und Miteinander entstehen auf beiden Seiten gleich stark.  Das was ich mir selber  von anderen wünsche  bin ich auch bereit, anderen zu geben…meine Hand, die Bereitschaft zuzuhören, mich einzufühlen, zu akzeptieren (nicht verstehen) . Das gilt für mich auch in Konfliktsituationen in denen dies für mich Voraussetzungen sind zu einer für alle zufriedenstellenden Lösung

So, das wars erstmal *gg* Es gibt da noch so einiges mehr, diese Sätze sind mir nun spontan eingefallen

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im Nächsten Leben würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht so perfekt sein wollen,
ich würde mich mehr Entspannen.
Ich wäre ein bisschen verrückter, als ich es gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben.
Ich würde mehr riskieren,
würde mehr reisen,
Sonnenuntergänge betrachten,
mehr Bergsteigen,
mehr in Flüssen schwimmen.
Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten;
freilich hatte ich auch Momente der Freude,
aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben.
Falls du es noch nicht weißt,
aus diesen besteht nämlich das Leben;
nur aus Augenblicken;
vergiß nicht den jetzigen.
Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an
bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.
Und ich würde mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.

Aber sehen Sie … ich bin 85 Jahre alt
Und weiß, daß ich bald sterben werde.
(Jorge Luis Borges)

Diese Gedanken bekamen wir am Samstag zum Abschluß unseres 1. Seminartages (und ich glaube ich hab sie schon mal auf einem anderen Blog gelesen) Es waren anstrengende 2 Tage und spannend, voller Leben

Ich möchte JETZT genauso leben. Verrückt sein, Berge besteigen, Sonnenuntergänge betrachten zusammen mit lieben Menschen oder auch alleine.
Den Augenblick genießen, Hoffnung jetzt und in die Zukunft tragen.
Ich möchte frei schwimmen in Flüssen, Seen und Ozeanen.
Mich treiben lassen ganz und gar
Vertrauen

Denn das Leben bietet einfach so viel
Es gibt viel zu sehen und entdecken

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Jeder Abschied bedeutet, Altes hinter sich zu lassen, Freunde zu verlassen, mit lieb gewordenen Gewohnheiten zu brechen, Traurigkeit, manchmal sogar Schmerz, aber immer auch die Freude auf Neues, Abenteuer, neue Freunde und den nächsten Schritt vorwärts auf dem Weg des Lebens
(Dominic Konzelmann)

Gestern war der Tag des Abschiedes. Erst in der letzten Woche traf ich Personen, mit de´nen ich mehr Zeit verbracht habe. Mit eine4m lachenden und einem weinenden Auge stieg ich zu meiner Mutter ins Auto, vollbepackt mit netten und lustigen Erinnerungen- auf dem Weg in mein altes zu Hause.  Oder doch neu?  Neues tut sich hier gerade auf für mich. Alte und auch neue Bekanntschaften und FReundschaften- ein KOmmen und ein Gehen…

strauss

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Lachen

O nehmt es mir nicht übel,
Wenn über euch ich lache,
Weil ich einmal muß lachen!
Ich lach‘, um nur zu lachen,
Selbst über mich nicht minder
Als über euch ich lache;
Und nehm‘ es auch nicht übel,
Daß über mich ihr lachet,
Wenn ihr nicht seid im Stande,
Selbst über euch zu lachen.

(Friedrich Rückert)

Der Spruch „ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag“ ist für mich nur zu wahr. und selbst, wenn ich mal nicht lachen kann,schenke ich anderen gerne ein kleines Lächeln. Es ist schade, dass viele nur noch mit herabgezogenen Mundwinkeln durchs Leben gehn, ob in den Öffentlichen, ob in den Strassen..ja auch hier bei der Reha. Ja,manche scheinen es gar verlernt zu haben.
Ich lache sehr gerne, mit anderen, mit mir, über mich..auch gern mal über andere, wenn es natürlich angebracht ist 🙂

An meinem Tisch geht es immer sehr sehr fröhlich zu und wir sind der einzige Tisch an dem öfters gelacht wird. Meine Tischgefährten meinten heute zu mir, ob i ch mir zufällig den Tisch ausgewählt habe (BEIM Zimmerumzug wurde auch der Tisch gewechselt)

Ich möchte mein Lachen immer weiter tragen, über mich zu anderen, euch allen!!bis ins Herz hinein.

baer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sich über die Kleinigkeiten des Lebens hinwegzusetzen, ohne sich dadurch verbittern zu lassen, ist die Grundbedingung einer weisen Lebenskunst.
(Wilhelm Vogel)

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Lebenskunst ist: zu leben, ohne sich seine Bedürfnisse von der Reklame oder den Nachbarn vorschreiben zu lassen
( Prof. Querulix, (*1946), deutscher Aphoristiker und Satiriker)

Diese beiden Sätze birgen für mich soviel Wahrheit. Nicht oft aber doch immer wieder treffe ich hier (und auch im normalen Alltag) auf Menschen, die mit gar nichts zufrieden sind;  das Essen ist nicht gut, die Therapien zu lasch oder zuviel, zuwenig…..mein Navhbar hat doch was völlig anderes, warum muß ich DAS alles machen?? in der anderen Reha war es viel besser und HIER komme ich nicht mehr her!!!!
Ich bin hierhergekommen mit einer positiven Erwartungshaltung, ich wollte etwas für mich und meinen Körper tun. Ich wollte wieder mehr Kraft bekommen, meinen Körper meiner Situation entsprechend richtig zu steuern und natürlich sollte der Spass auch nicht zu kurz kommen.*g*

Vielleicht liegt es daran, dass ich diese Maßnahme ohne Zwang sehe, im Gegensaz zu anderen sehr gut unterwegs bin und auch „jünger und idealistischer denke“? Diese Verbitterung breitet sich uner diesen wenigen
Menschen wie eine Seuche aus und gemeinsam zu jammern setzt eine ungeheure Energie frei, von der ich mich zum Glück sehr gut abkapseln kann.

Dies hier ist eine Sonderkrankenanstalt mit Krankenhauscharakter und obwohl ich nun keine Vergleiche habe finde ich, nicht umsonst ist dieses Zentrum unter den ersten 10 in der Statistik. Beschwerden werden ernst genommen, und ich kann zb nun gemütlich in meinem Einzelzimmer verweilen und freu micheinfach, über das, wasich diese Woche schon geschafft habe. Breite meine Arme weit aus, um zu empfangen, was mir geschenkt wird an Möglichkeiten. Auch etwas, was nicht so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe, nehme ich auf und schaue gespannt, was ich daraus machen kann. Ich warte mit Spannung und lerne mit Freude

laabimwalde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:  Blick vom Balkon

Nun habe ich mich schon langsam hier etwas eingelebt in der schönen Wienerwaldgegend. Meine Tage sind jetzt schon ziemlich eingeteilt, und trotzdem bleiben dazwischen immer wieder ein paar Löcher, die ich noch mehr nutzen möchte,

Mein Tag beginnt mit Frühstück um 7.15, dank meiner Zimmergefährtin, die keinen guten Schlaf hat bin ich schon kurz nach 6 munter. Es fällt mir leichter als ich dachte, das früher aufstehen. um 8.30 hab ich meistens eine halbe Stunde Wirbelsäulengymnastik im Wasser, für mich eher ein Gleichgewichtstraining *lach*
Danach kommt meistens eine Elektrotherapie, bei der mir 8 Minuten ein Ultraschall mit Stróm verpasst wird. Das soll die Durchblutung fördern 🙂
Dann folgt für mich Ausdauertraining am Heimtraner, wobei ich demnächst noch andere Geräte benutzen darf. Vordergründig Gleichgewichtsübungen. So darf ich zb auf einem Kreisel balancieren. Mein erster Aufschrei war:“Betrunken muß sich genauso anfühlen, plötzlich dreht sich alles“
Das war der Vormittag. Nachmittags folgt dann noch Physiotherapie und freies Schwimmen, wo ich nach herzenslust paddeln darf :))))
Nächste Woche kommen dann noch hinzu: Massage (leider nur 10 min),ERnährungsberatung und auch Ergo. Nebenbei werden auch kreative Sachen angeboten wie Malen oder bastelnoder auch Bewegungstraining…Gestern hab ich mich im Yoga versucht und demnächst werde ich mir mal das Quigong ansehen bzw anfühlen  🙂

Den SAmstag Nachmittag und Sonntag hab ich frei und werde die Gelegenheit nutzen, mal in den Wald zu gehen und diese schöne Landschaft genießen.

Eine etwas schwierigere Situation an die ich mich mittlerweile auch schon anpassen konnte, ist das Zimmer denn gegen meiner Erwartung bekam ich kein Einzelzimmer. So fehlt mir jeglicher Rückzugsraum einfach sehr und auch etwas der Schlaf  🙂
Meine Zimmergenossin ist eine total süße 75 jährige Dame, die nach dem 2ten Schlaganfall nun 4 Monate Reha hinter sich hatte und eigentlich nur noch heim möchte. Sie dämmert meistens schon gegen halb 9 abends ein und ich möchte sie dann natürlich nicht stören, jedoch ist schon sehr bald Zimmerruhe, in der alle auf ihren Zimmern sein sollen.
Ich hatte ein sehr schlechtes Gewissen, weil ich trotz aller <Sympatie doch lieber ein Einzelzimmer wollte. Sätze wie“Ich sollte..“ Ich müßte…“ hab ich dann einfach ignoriert. Aber solange die Situation so ist, möchte ich das Beste daraus machen, denn ich merke auch, wie sie sich freut, dass sie jemanden zum unterhakten hat.

Ich bin das Küken wohl wieder hier und einer der wenigen die ohne eine OP oder Unfall hergekommen sind. Viele sind hier aufgrund eines Schlaganfalles, Kopf oder HüftOP, oder oder….
Für mich ist es etwas anderes, ob jemand von Geburt an oder durch solche Schickschalsschläge eingeschränkt ist.Obwohl ich doch so einiges an Einschränkung habe, fühle ich mich größtenteils gesund und vital und spüre, wie wichtig es für mich ist an und mit mir und meinem Körper zu arbeiten  🙂

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