Artikel-Schlagworte: „Freiheit“

Was gestern noch gut war
muss es nicht auch heute sein
was JETZT guttut ist gut,
die Zukunft wird es uns zeigen
und das Schöne daran ist: ich kann und ich darf jederzeit meine Meinung ändern, sie ergänzen, neu Überdenken, andere Blickwinkel einbeziehen.
So, wie sich der Weg auf dem ich mich bewege immer wieder etwas anders zeigt, so gibt es auch IN mir neue verschlungene Pfade und Richtungen. Ich lerne, NEIN zu dem zu sagen, was vielleicht einmal gültig war und JA zu dem, was JETZT für mich zählt.
Ein harter Prozess..und doch sehr sehr heilsam und erleichternd und zeigt mir selbst, ich stehe zu mir…auch, wenn andere mal enttäuscht oder gar verärgert sind.
Ich darf JA und NEIN sagen…IMMER!

Erwartungen
über dich gebreitet
wie ein schwerer dicker Mantel
in dem du mit schweren Schritten
riesige Berge besteigen sollst
dessen Gipfel du noch nicht kennst
Erst das Ablegen der Lasten
bringt die Freiheit des Atmens
welcher dir klare Sicht
auf MEINEN Gipfel zeigt
die Leichtigkeit der Schritte
tragen mich weit
die Kraft wächst mit jeden Schritt
mit jedem Etappenzi
(Babsi)

Ich erlaube mir, Schritte zu setzen, die sich für MICH gut anfühlen.  Weil ich mich am besten kenne….auch wenn ich auf Widerstand stosse, oder „zu wenig mache“
Ein Schritt und noch einer
mal größer mal kleiner
Babysteps mit großer Wirkung führen auch mich zum Ziel

stopp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da passiert es so einfach. Ich möchte Ja oder Nein sagen und es entsteht daraus ein zaghaftes Jein oder genau das Gegenteil von dem, was ich sagen wollte. Ich bin ein notorischer Ja-Sager gewesen und ein Nein flößte mir totale Angst ein…tut es manchmal immer noch. Nein zu sagen bedeutet für mich immer noch die Angst davor, etwas abzulehnen und Ablehnung zu erfahren. Schon wieder ist es mir passiert. Ich habe es vermieden, darüber nachzudenken und einfach JA gesagt.
Ein JA zum Leben, zur Liebe und zu anderen Menschen bedeutet nun nicht, dass wir alles befürworten und tun sollen. Wer möchte schon gern zu allen Ja und Amen sagen?
Nun habe ich für mich das „gesunde Nein“ gefunden. Das Nein, das ausdrückt, was ich (nicht)möchte. Dieses Nein setzt Grenzen und Markierungen, nicht nur für mich sondern auch für andere. Ein solches Nein zu halten und zu respektieren bedeutet Respekt mir und auch dem anderen gegenüber. Denn auch ich möchte nicht, dass andere etwas machen, was sie nicht wollen.
Oft passiert es mir noch, dass eine Situation so schnell passiert, dass mir ein automatisches Ja rauskommt (Ich bin es ja schon so gewohnt!!). Dann  gehe ich kurz nach innen und atme 2-3mal durch und horche. Wenn die brave Stimme in mir spricht:“ Du darfst nun nicht NEIN sagen“ dann ist meine 2te Stimme schon da und meint „Die Gefühle und Bedürfnisse von anderen sind dir wichtig. Deine eigenen sind es auch“
Ein gesundes klares Nein ist sehr hilfreich im Leben. Die Angst, die mir sagt, dass ich dann alleine da stehe ist von meinem inneren Kind, das mit 6 Jahren ängstlich um sich blickt. Auch die kleine Babsi hatte ein Recht, Nein zu sagen. JETZT..genau JETZT geb ich ihr und auch der großen Babsi das Recht und die Freiheit für ein klares Ja oder ein klares Nein.
„Ich kann und darf immer für mich entscheiden, was gut für mich ist und dies auch sagen“
Wenn ICH mein Ja und Nein respektvoll gegenüber mir vertreten kann, werden es auch die anderen tun ; dies sind MEINE Grenzen und Bedürfnisse, die mich bei meinem Gegenüber genauso interessieren…Zur freien Entfaltung und dem Wissen und Spüren, dass sein/ihr Nein für mich Gültigkeit hat.
Ich wünsche dir die Kraft eines gesunden und klaren Ja oder Nein.

Wanetschka_0193

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Kind fühlt man sich oft sehr schwach und ist froh, um sich starke beschützende Mütter um sich zu haben. Ich war ein sehr schwaches Kind. Körperlich eingeschränkt reagierte ich schon  sehr sensibel  auf meine Umwelt  und weil man mir etwas Gutes tun wollte, wurde mir viel abgenommen. Ich konnte es ja doch nicht. Mit der Zeit erkannte ich auch, dass es von mir erwartet wurde, schwach und klein zu sein. Also war ich schwach und klein. In der Schule war ich ein Außenseiter…schwach…und machte meine Umgebung immer stärker und mächtiger mir gegenüber. Stärken? Ich doch nicht, ich konnte doch nicht bzw konnte ich nichts ohne Hilfe anderer.
Auch in meiner Jugendzeitkonzentrierte ich mich sehr auf meine Schwächen…denn ich hatte gelernt und gesehn, dass ich damit die anderen auf mich aufmerksam machen konnte.
Ich erinnere mich noch gut an diverse Bekanntschaften die mich besonders gern bevormundeten und dann wenn ich dann doch etwas anderes wollte…war es vorbei. Ich wurde nur mit Schwächen gemocht….diesen Glaubenssatz trug ich sehr sehr lang mit mir herum.
Ein Erlebnis mit etwa 22 rüttelte mich dann wach. Mein damals bester Freund, den ich abgöttisch verehrte und der mich so mochte wie ich bin (so dachte ich) zeigte mir plötzlich ein ganz anderes Gesicht. Ich konnte einer Forderung von ihm nicht nachkommen und wurde von ihm sehr stark unter Druck gesetzt…es ging bis zu  Selbstmorddrohungen. Mein Körper reagierte promt und machte zu..ich konnte weder essen noch fühlen, noch irgendetwas tun..ich war gefangen in meinem eigenen Körper. Ich hatte gelernt, dass ich schwach bin und kam auch nicht heraus alleine. Mit etwas Unterstützung von außen nahm ich langsam wieder am Leben teil…und gaanz langsam nahm ich die Person Babsi wahr…als eigene unabhängige selbstständige Frau.  Noch immer aber suchte ich in meiner Umgebung nach Leuten die noch stärker sind als ich…ich dachte lange, eine schwache Person braucht jemand starken an seiner Seite..
In den letzten 2 Jahren hab ich mich nun sehr auf mich konzentriert  und begebe mich auf eine Reise zu mir. Ich kann heute noch immer nicht mit Sicherheit sagen, was zu meinen Stärken gehört aber ich weiß und spüre, dass sie da sind…dass sie IMMER da waren und auch immer da sein werden. Mit ihnen konnte ich dahin kommen wo ich nun bin. Ich sehe, wie andere auf mich reagieren und das macht stark und mutig! Ich gehe nun sogar soweit zu behaupten, dass meine angeblichen Schwächen zu etwas ganz Starken gemacht werden können.
 Aus  dem, was mich früher so schwach werden ließ kann ich etwas besonderes einmahliges schöpfen.  Es gehört zu mir, ich kann es beeinflussen.
Stärke ist das, was ich daraus mache. Auch wenn ich mir oft wünsche, dass ich noch stärker wäre, es hat sich schon viel getan und immer mehr und mehr kristallisieren sich neue Stärken heraus…ich stelle mir regelmäßßig und gerne vor, was und wie ich damit in die Welt hinausgehen werde…
Auch bei anderen weiß ich nun, dass jeder besondere Stärken und Schwächen hat. Ich konnte es lange nicht sehen. Wer bestimmt, was schwach und stark ist das kann nur ich selber tun.
Individuelle Stärken von mir könnten sein mein Einfühlungsvermögen, meinen Humor, meine Langsamkeit (und damit Genauigkeit), mein Optimismus,…..!
und was mich besonders freut ist, dass dies auch positiv auf meine Mitmenschen sich auswirkt..wie immer sie mich auch sehen..als stark oder schwach….ich bin das, was du in mir siehst und noch mehr, was ICH in mir sehe und aus mir mache.

sonnenuntergang_rothsee_001_2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donna hat ein Schreibprojekt gestartet und einen Anfang vorgegeben zu dem wir eine Geschichte schreiben sollten. Leider bin ich sehr spät dran dennoch ich hätte gern noch länger geschrieben :))) Mein Beitrag ist nun doch sehr bescheiden ausgefallen..*schäm*

Er konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal sich so verloren vorkam. Nein, wirklich nicht, sein Gedächnis ließ ihn jämmerlich im Stich.

Da stand er nun inmitten dieser Menschenmenge und wußte nicht so recht, wie er sich verhalten sollte, was er tun sollte. Ganz klein kam er sich da vor inmitten von bekannten Gesichtern, die ihm aber so fremd schienen.  Was hatte er hier zu suchen? Er beobachtete wie die anderen an ihren Zigaretten zogen, stolz über ihre tollen Errungenschaften sprachen und ihren Champus schlürften. Eine prunkvolle Welt der Reichen! es war nicht seine Welt.

in seinen Träumen rannte er barfuß über Wiesen und felder, trank Wasser aus einem klaren Bach und erstürmte den Berggipfel zusammen mit einer Gefährtin. Frei wie ein Vogel den Wolken und Sternen entgegen, sich vom Wind treiben lassen…..

„Hey!!!Hallo!!Träumst du????“

Er nahm erschrocken einen kräftigen Schukterklopfer wahr, lächelte kurz und fragte höflich, wie man es von ihm erwartete nach dem Befinden. Bescheidener Small Talk – Floskeln die hin und´her gingen, so wie man es halt pflegt.‘
Was würden sie sagen, wenn er plötzlich von anderen Dingen sprach als über das, was er hätte oder besäße…zu groß war die Angst vor dem Ausgestossen werden.

Er verabschiedete sich recht bald mit der Ausrede, dass er noch eine andere Verabredung hätte und ging noch zu dem See, ganz in seiner Nähe. Hier fühlte er sich wohl und frei,seine Sorgen konnte er dem See und den Vögeln anvertrauen in der Gewissheit, dass sie ihn verstanden. Er liebte diese Einsamkeit und die Farbenspiele der Abenddämmerung.

Doch diesesmal schien er nicht alleine zu sein. Ein Mädchen saß am anderen Ufer und beobachtete ihn….obwohl sie nicht besonders hübsch war, so hatte sie etwas Anziehendes….diese Augen..dieser Blick.

Als ob sie sich kennen würden gingen beide aufeinander zu. Sie lächelte und er merkte, dass sie wohl geweint hatte.

Schüchtern fragte sie ihn ob er sich neben sie setzen wollte. Er konnte nicht anders und setzte sich mit ihr auf einen Stein und saßen lange Zeit schweigend einfach nur nebeneinander…….bis sie nach einer Weile anfing:

“ Was würdest du tun, wenn du alles tun könntest, was du dir wünscht“

„Ich würde erstmal das Gefühl erleben wollen, was Freiheit ist“

„Bist du denn nicht frei?“

Stumm schüttelte er den Kopf.

„Warum denn nicht?“
“ Man verbietet es mir“
„Kannst du laufen“
„Ja“
„Kannst du selbstständig entscheiden, wohin du gehen willst“
„Jahaaaa das könnte nicht aber ich darf es nicht“
„Wer verbietet es?“
„Die Gesellschaft.“
„Bist du denn abhängig von den anderen?“

Nein das war er nicht, dasspürte er ganz deutlich. Warum machte er sich dann abhängig. Durch die offene Käfigtüre pfeifte schon verführerisch der Wind und rief nach ihn….während er sich nur darum kümmerte, was um ihn herun war, was er gerne ändern möchte…..so klar erschien ihm dieses Bild vor Augen..alles ausgelöst durch dieses einzige kleine Gespräch mit einer völlig Fremden…

Lächelnd verabschiedeten sie sich mit der Gewissheit, dass sie sich bald wieder treffenwürden…..

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