Archiv für die Kategorie „Erfahrungen“
Schön warm und sicher
bewege ich mich in bekannten Räumen
klare, helle, mir bekannte Gesichter
hier bin ich stark, hier kann ich träumen.
Immer ein Plätzchen für mich zum ruhen
hier kann ich mir und allen anderen viel Gutes tun.
Doch lockt die Neugier, was mag wohl außerhalb sein
die Zone, in der ich mich bewege, macht meine Welt so klein.
Neues will ich erleben
einmal vom sicheren Boden abheben.
Wissen und spürend, sie ist immer da
meine sichere Zone – zum Greifen nah!
(@Babsi)
Erlebt ihr gern Neues und brecht aus euren alltäglichen Dingen auch mal aus? Oder lebt und liebt ihr (in) eurer Komfortzone? Dieses Stückchen Sicherheit, in der ich mich wohl und geborgen fühle, sicher einen Schritt nach dem anderen setze und weiß, dass es immer Halt gibt.
Ich gebe zu. es fällt mir heute noch immer etwas schwer, meine Komfortzone zu verlassen. Es erfordert Mut und Glauben und Vertrauen. Doch jedesmal, wenn ich in meine Zone wieder zurückkehre, dann habe ich wieder neue Erfahrungen gesammelt, die stärken, mich sehen lassen und auch mal fallen…und zu wissen, dass ich wieder aufstehen und weitergehen kann. Ich weiß, ich kann jederzeit zurückkehren, neue Kräfte sammeln und sie mit in die Welt hinausnehmen.
Die Angst fährt noch mit und weicht mit jedem weiteren Verlassen der Sicherheit auch außerhalb.
Ich erkenne langsam, dass es diese Sicherheiten ÜBERALL gibt. In und um mich! Ich genieße das Verreisen immer mehr
Dafür nehme ich auch Angst und Unsicherheit in Kauf
Damit verabschiede ich mich nun erstmals bis zum Wochenende raus aus MEINER Zone, denn am Dienstag geht es wieder nach Germany!*freu* mitten ins WM-Fieber*gg*
Ich wünsche allen eine schöne Woche
Vorn Glauben gehst du aus und kehrst zurück zum Glauben;
Der Zweifel steht am Weg, die Ruhe dir zu rauben.
Gehst du ihm aus dem Weg, – er ist auf allen Wegen,
In anderer Gestalt tritt er dir dort entgegen.
Drum flieh nicht vor dem Feind, und such‘ ihn auch nicht auf;
Wo er dir aufstößt, räum ihn fort aus deinem Lauf!
Bekämpfen mußt du ihn, du mußt ihn überwinden,
Willst du durch sein Gebiet den Weg zur Wahrheit finden.
Du zweifelst nicht, weil du geworden weiser bist;
Zweifel ist die Hüll‘, in der die Frucht soll reifen,
Und die gereifte Frucht wird ihre Hüll‘ abstreifen.
(Friedrich Rückert)
Zweifel werden schon früh gesät. Schon als Kind bekam ich oft zu hören „Kind, ich fürchte, das kannst du nicht!“, „Das wirst du nie schaffen“!
So war ich bis in die 20er sehr sehr vorsichtig, habe an allen gezweifelt, am meisten an mir selber.
Bis genau aus diesen Zweifeln der Wunsch entstanden ist…dieser kleine Wunsch der immer mit den Worten begann:“Könnte ich nicht doch…?“ „Warum kann ich das nicht?“ Ich stellte viel in Frage und auch mein Umfeld stellte viel in Frage an mir.
Als KInd sollte ich in die Sonderschule, da fast alle KIndergartentanten daran zweifelten, in einer „normalen Schule“ mitzukommen. Damals kämpfte meine Mutter gegen diese Zweifel und so schaffte ich es von der VOlksschule zum Gymnasium, vom Gymnasium zur Uni. Doch noch immer zweifelte ich sehr stark daran, in der Welt da draußen zu bestehen.
Jetzt, ganz langsam……wird aus der FRage“Könnte ich nicht doch?“ ein „Ich kann es, denn ich will es“
Immer mehr Zweifel wichen einem neuen Freiheitsgefühl; eigene Wohnung, eine Ausbildung, die ICH SELBER bestimmt für mich habe…sogar Menschen, die in mein Leben treten und wo ICH alleine entscheiden KANN, ob und wie weit ich sie zulassen möchte.
Diese Zweifel waren und sind wichtig und gut. Sie haben mich, wie auch meine Ängst, geschützt und mich sicher bewegen lassen. Sie ermöglichen mir ein Auseinandersetzen mit mir. ICH zweifelte nach einer langen Zeit, ob die Zweifel der anderen auch MEINE Zweifel sind.
Zweifel tragen ihre Früchte, wenn ich bereit bin, ihrer Botschaft zu lauschen und sie anzunehmen.
Ich sehe, was sich dahinter verbirgt, und löse ihn durch VERTRAUEN, ZUVERSUCHT und der LIEBE ZUM LEBEN
Die Freiheit ,“hat“ man nicht – wie irgend etwas, das man auch verlieren kann -, sondern die Freiheit „bin ich“.
(Viktor Frankl)
All unser Sein ist ein Antworten – ein Ver-Antworten des Lebens
(Viktor Frankl)
Sehr philosophisch! Diese Themen begleiteten mich durch ein ganz spannendes Seminarwochenende über die Existenzanalyse. Und das bei teilweise 34 Grad! Besonders spannend waren die vielen Gruppenarbeiten zu Themen wie: Werte, Freiheit und Sein.
Was braucht es, dass wir SIND? Besteht der Sinn des Lebens nun darin, dass ich einfach BIN, so wie ich BIN?
Meine Meinung: Grade in den letzten Monaten lebe ich mein ICH SEIN immer mehr und mehr und mit jedem Tag treten neue Veränderungen in Kraft, die mich Neues entdecken lassen.
Das ist Freiheit für mich. Ich gebe mich ganz meinem ICH SEIN hin und übernehme eigene Verantwortung für mein Tun und mein Handeln. Ich bin es, die MEIN Leben lebt. Ich bin verantwortlich für mich und auch für alles, was um mich herum passiert. Ich habe auch die Freiheit, selber zu bestimmen, was meine Werte und Gefühle sind.
Das war lange Zeit nicht so, da ich von den Gefühlen sehr fremdgesteuert war. Das macht letztendlich auch krank.
ICH DARF SEIN. ICH MÖCHTE SEIN. DENN DAS BIN ICH
Ich lebe nun meine Werte und Ziele, ich genieße die Veränderungen und sehe meinen momentanen Sinn im Leben darin, mein Leben zu LEBEN.
Mein Leben
Ist meins
Dein Leben
ist deins
in meiner Welt
die ich mir webe
lebe ich, entwickel ich mich
lerne fallen
und weitergehen
werde gehalten
lerne zu halten
dein Leben ist deins
dass DU bestimmst
MEIN Leben das verstehe nur ich. Ich kann es füllen mit der bunten Vielfalt, die von mir ausgeht und díe mir das Leben bietet. Ich lebe MEIN Leben. Wenn ich Rat oder Anteilnahme brauche, komme ich zu dir und lass mir ein Stück von DEINER Weltsicht zeigen und wenn es zu mir passt, dann nehm ich mir gerne eine Kostprobe. Doch LEBE ich allein MEIN Leben..und du LEBST deins. Auch wenn etwas nicht ganz nachvollziehbar ist und fremd wirkt….in diesem Moment ist es das Beste für uns.
Das Leben anderer ist für sie IHR Leben.
Lassen wir leben 🙂 Denn nur wir kennen unser Leben am Besten.
Auch wenn es mir manchmal schwerfällt und ich im inneren schreie..“Wie kannst du nur…?“Ich stecke nicht in der Haut desjenigen drinnen. Ich vertraue ins Leben..in MEIN Leben und in das derer, die sich mit mir verknüpfen.
Ich wünsche dir dass du DEIN Leben leben kannst
Gibst du gerne? Läßt du dir gerne auch geben? Erwartest du auch etwas zurück, wenn du gibst? Oder ist Geben seliger als Nehmen?
Eine Hand wäscht die andere, oder? Und immer schön dankbar sein für alles, was du bekommst.
Schon als 6 jährige werden wir oft darauf getrimmt, der gütigen Tante XY freudigst für ihr Geschenk um den Hals zu fallen, da sie sonst beleidigt nicht zum nächsten Kaffeekränzchen erscheint. So geht es immer weiter und weiter: Ja nichts schuldig bleiben.
Ich gebe sehr gerne oder erfreue auch andere. Warum? Es macht mir Spass und Freude und Liebe zu geben und natürlich schmeichelt es auch meinem Ego, wenn sich jemand besonders freut und sich bedankt. Was ich tu, das tu ich von ganzem Herzen, weil ich es möchte. Ob es nun das Kommentieren und verlinken von Blogs bei mir ist (unabhängig davon, ob ich nun selber soviel Kommentare bekomme) bis hin zu Geschenken. Mir ist wichtig, dass ich mit Freude gebe, denn diese Freude werde ich auch zurückbekommen. Vielleicht nicht gerade hier und jetzt. Ein Stück Herz von mir steckt in jeder Geste für andere…und ich spüre, dass genau DAS das Geben und das Nehmen noch einmal mehr mit Freude erfüllt.
Aus Freude an der Freude
Aus Liebe an der Liebe
einfach so!
Ich wünsche dir ein fröhliches Geben und Nehmen
(Bildquelle:Pixelio(Simbamo)
Als ein Stück von mir
läßt du mich eintauchen
in deine mächtige Kraft
die mich sanft umgibt
wie ein langes flißendes Kleid
dass sanft meinen Körper streift
doch manchmal engt es auch ein
das Atmen fällt schwer
auch das ist teil von mir
die ihren Sinn erfüllen
Gefühle zum Leben erwecken
Ich LEBE
Gefühle machen uns ECHT und weisen uns den Weg. Geben wir ihnen nach, finden wir viel von uns selbst wieder und auch um uns. Keine Angst haben vorm Teilen deiner Echtheit, die DEINE GEfühle geben. Vertrauen in diese Gefühle, in unser Herz, in UNS SELBST. Sich öffnen und die Feeude weiter und weiter werden lassen.
Ich erfahre nun immer mehr, was passiert, wenn sich Menschen gegenseitig öffnen und auch vertrauen können. und wundere mich, was alles möglich ist. Ob die einengenden Gefühle, wie Angst und Wut und Ärger nicht schwächer werden, wenn wir uns und anderen gegenüber öffnen? Ich sage nun mal ganz klar: JA!
Ich fühle diese Energie, die ausgeht von mir…gefühlte Energie…und wie sie auvh ankommt und zurück strahlt.
Faszinieren euch Regenbögen auch so sehr? Schon als Kind hab ich den Regenbogen immer bewundert. Für mich war und ist er noch immer ein magischer Glücksbringer. Wann immer ich einen sehe, geschah in naher Zukunft irgendetwas Besonderes. zb bei meiner Matura, bei meinem Auszug von daheim usw usf. Ich bin immer wieder ganz fasziniert von den wunderbaren Farben und meinem Wunsch, auf die höchste Stelle zu fliegen um den ganzen Horizonz zu überblicken.
Vor ca 2 Wochen war es wieder soweit. Ich rannte durch den Regen heim und erblickte von meinem Fenster aus ein wunderschönes Farbspiel. Ich lächelte, weil ich wußte schon, was er bedeuten könnte. Ein paar Tage später bekam ich nun die Zusage für eine Wohnung, für die ich mich angemeldet habe in der so ziemlich alles passt, was ich haben wollte. Ich war und bin mir so sicher, dass dies nun MEINE wohnung sein wird und träume schon sehr intensiv, wie sie aussehen wird und was ich alles tun werde. Am 9. Juni unterschreibe ich den Vertrag und im nächsten Sommer ist die Wohnung bezugsfertig. Bis dahin möchte ich die Zeit, die mir in meiner alten Wohnung noch bleibt genießen und mich freuen über das, was sie mir geboten hat und noch wird. Schließlich ist dies meine allererste eigene Wohnung gewesen, eine Zeit des Selbstständigwerdens und alleine lebens, die mich sehr viel gelehrt hat, auch wenn ich wußte, dass ich hier nicht all zulange bleiben kann.
Bewußt nehme ich wahr, meine Zeit vom Verlassen von Hotel Mama bis hierher…meinen Lernerfahrungen, die ich hier gemacht habe. So sehr nun eine neue „bessere“ Wohnung nun notwendig für mich ist, ich blicke dankend auf die Zeit zurück







